proQura: Qualität steigern, Kosten senken

proQura ist ein System zur Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen zur Weitergabe von Arzneimittelrabatten (= Vergünstigungen auf Heilmitteln) bei niedergelassenen Spezialisten gemäss Art. 56 Abs. 3bis KVG und der VITH. proQura wird von Pro Medicus betrieben. Pro Medicus ist eine von mehreren Betriebsorganisationen, die die Ärzteschaft in der Umsetzung dieser Bestimmungen unterstützt.

Die gesetzlichen Bestimmungen verlangen, dass Leistungserbringer (Spitäler, Ärzte, Apotheker) die ihnen gewährten Vergünstigungen mehrheitlich (mindestens 51%) an die Versicherungen weitergeben, und dass der von ihnen einbehaltene Rabattteil (maximal 49%) ausschliesslich für Massnahmen zur Verbesserung der Qualität der Behandlung eingesetzt wird.

Seit 2020 wurden via proQura rund 50 Millionen Franken an die Versicherungen weitergeleitet. Diese Mittel werden von den Krankenversicherern zur Dämpfung des Kostenwachstums eingesetzt.

Kostenreduktion mit proQura

Grafik: Kosteneinsparung

Pro Jahr mit proQura an die Krankenversicherer weitergegebene Vergünstigungen.

So funktioniert proQura

proQura schliesst für Arztpraxen Verträge mit Krankenversicherern und Pharmaunternehmen ab, macht Vorgaben für die von den Ärzten umzusetzenden Qualitätsverbesserungsmassnahmen (proQura Qualitätskatalog), stellt die wissenschaftliche Prüfung des Qualitätskatalogs durch ein unabhängiges Institut sicher, erstellt den gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Rechenschaftsbericht an das BAG, übernimmt die Abwicklung der Rabatte und stellt sicher, dass immer 100% der Rabatte an die Krankenversicherer und die teilnehmenden Arztpraxen weitergeleitet werden.

In Kürze:

  • Mindestens 51% der Rabatte werden gesetzeskonform an Krankenversicherer weitergeleitet
  • Maximal 49% können von der Arztpraxis für die Verbesserung der Qualität der Behandlung eingesetzt werden
  • BAG und Versicherer erhalten volle Transparenz über gewährte, einbehaltene und weitergeleitete Rabatte

Finanzierung von proQura

Der Betrieb von proQura wird durch eine monatliche Gebühr von durchschnittlich rund CHF 100 pro Arzt finanziert – nicht aus den Rabatten, sondern aus den eigenen Mitteln der Praxis. Damit werden die laufenden Kosten von proQura gedeckt. Die Entwicklungskosten trägt die Betriebsgesellschaft Pro Medicus, mit Beiträgen der Industrie.

Kontrolle durch das BAG und die Krankenkassen

Die Kontrolle, ob und wie ein Leistungserbringer die von ihm einbehaltenen Rabattanteile für Qualitätsverbesserung eingesetzt hat, obliegt dem BAG (Aufsichtsbehörde) und den einzelnen Krankenkassen. proQura liefert die Daten dem BAG und den Krankenkassen so, dass diese bis auf Stufe eines einzelnen Leistungserbringers entsprechende Kontrollen vornehmen können.

Transparente Geldflüsse

Alle Geldflüsse werden jährlich pro Arztpraxis offengelegt – gegenüber dem BAG und allen Krankenversicherern.
Bei proQura werden immer 100% der Vergünstigungen an Krankenversicherer und Arztpraxen ausbezahlt – kein einziger Franken der Vergünstigungen verbleibt bei der Betriebsgesellschaft. Die Einhaltung dieser Grundsätze wird jährlich von einer unabhängigen Revisionsgesellschaft (PwC) geprüft.

Häufige Fragen zu proQura

Rabatte auf Medikamenten – das wirft Fragen auf. Wir setzen uns für maximale Transparenz ein und beantworten die Fragen offen und ehrlich. In unseren FAQs gehen wir im Detail auf die relevanten Fragen ein.